TAKTILE
Haas Werbetechnik | Inh. Roman Haas | Brown Boveri Str. 2 | 9020 Klagenfurt am Wörthersee
LEITSYSTEME
Taktiler Plan ÖNORM
Taktile Taststruktur
Taktiler Plan auf Corian
Taktiler Plan/UV-Druck
Taktiler Pultaufsteller
INHALTSVERZEICHNIS
WAHRNEHMUNG
Anlaufschutz für Gläser
ORIENTIERUNG
IN GEBÄUDEN
durch Bodenindikatioren
Lagepläne und Schilder
HANDLAUF-
KENNZEICHNUNG
Folien, Aluminium, Edelstahl
Montage der Handlaufschilder
Aufzugsschilder
10
TAKTILE
ÜBERSICHTSPLÄNE
Wand, Stelen,Pulte
Erstellung von Lageplänen
14
TAKTILE
BESCHILDERUNG
Türschilder, Wegweiser, Piktogramme
Technische Beschilderung
18
TAKTILE
NACHRÜSTUNG
Folienaufkleber
Aufsatzschilder
Zusatzschilder
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TAKTILE BODEN-
INDIKATOREN
aus Kunststoff
aus Aluminium
aus Edelstahl
Ausführung der Bodenindikatoren
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BRAILLE SCHRIFT
Punktschrift
DIN 32976
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TAKTILE
SCHRIFT
Profilschrift
DIN 32986
ÖNORM V2105
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WAHRNEHMUNG
WAHRNEHMUNG
ORIENTIERUNG IN GEBÄUDEN
Ist im Eingangsbereich kein Empfang, keine Rezeption oder
Auskunftsstelle, ist ein Leitsystem anzubringen. Eine Aus-
kunftstelle sollte Kontrastreich und gut beleuchtet sein.
Bodenindikatioren und taktile Leitlinien sollten rasch zu einem
taktilen Informationsträger, einer Infostele oder einem Pult
führen. Der dargestellte Plan muss nach dem Objekt aus-
gerichtet sein. Die Hauptwege und Fluchtwege sollten klar
erkennbar sein. Treppen, Lifte und WC´s sollten leicht ertast-
bar und über Leitlinien auffindbar sein. Räume lassen sich am
leichtesten mit taktilen Raumnummer auf Türschildern kenn-
zeichnen. WC Schilder mit Piktogrammdarstellungen sollen
vom Blinden klar zu unterscheiden sein und eine Mindestgrö-
ße von 75 mm sowie ausreichend Kontrast haben.
Bodenindikatoren
Bodenleitlinien und Noppen sollten sich vom Untergrund
deutlich abheben. Eine Mindesthöhe von 3,5 mm erleichtert
das erfassen mit dem Langstock oder mit den Füßen. In den
Normen DIN 32984 und V2105 wird dies beschrieben. Die
Anbringung erfolgt meist durch kleben. Die volle Belastung ist
erst nach 72 Stunden möglich.
Beschriftung von Fluchtwegen
Im Falle von Feuer oder anderer Evakuierungsnotwendigkei-
ten müssen auch für Blinde und seheingeschränkte Personen
in öffentlich zugänglichen Gebäuden und im öffentlichen
Verkehrsraum Voraussetzungen geschaffen werden, die
eine Eigenrettung ermöglichen. Dazu sind die erforder-
lichen schriftlichen Informationen so kurz und prägnant wie
möglich zu halten. Sie sind in erster Linie auf den Beginn der
Eigenrettungswege (Fluchtwege) zu beschränken, d. h. die Zu-
gangspunkte zu den Fluchtwegen und dem Ausgang ins Freie
wie Notausgangstüren, Türen zu den notwendigen Treppen
der Fluchtwege, zu den Schutzräumen usw.. Piktogramme
sind als alleinige Anzeige unzulässig. Sie sind mit Braille und
erhabener Profilschrift zu versehen.
Bei großräumigen Nottreppenanlagen oder (verwinkelten)
Vorräumen zu den Treppen oder Aufzügen ist unterhalb der
Bezeichnung der Einrichtung eine Richtungsinformation
(entsprechend der Richtungsangabe am Austritt einer Treppe)
vorzusehen. Die Richtungsinformation ist dabei immer aus-
zuschreiben.
ORIENTIERUNG
Damit seheingeschränkte Personen und Blinde Orientierung
wahrnehmen, sollten wir bei der Planung folgende Kriterien
beachten.
Auffindbarkeit
Taktile Beschriftungen müssen an gleichen, wiederkehrenden
Orten angebracht werden (z.B. im gleichen Abstand zu festen,
wieder erkennbaren Positionen auf Handläufen, auf und
neben Türen sowie Tastern, an und in Fahrzeugen). Gegebe-
nenfalls sind sie durch Leitelemente oder Bodenmarkierungen
auffindbar zu machen.
Eingänge, Fluchtwege, Treppen, Aufzüge, Rampen, WC sollten
dabei unbedingt tastbar und leserlich gestaltet werden.
Einheitlichkeit der Gestaltung
Schriftgröße, Schriftform und Anordnung der Informationen
auf den Schildern sollte im Interesse der flüssigen Lesbarkeit
und der guten Interpretierbarkeit in gleicher, wiederkehrender
Weise angeordnet werden.
Die erhabenen Profilschrift ist der Braillschrift vonzuzeichen,
da nur wenige Menschen die nicht von Geburt an blind sind
die Brailleschrift lesen können. In Österreich und Deutschland
gibt es genormte Schriften die angewendet werden sollten.
Können diese nicht eingesetzt werden sollten aber wichtige
Eigenschaften zum leichten Ertasten eingehalten werden.
Fettschrift oder Seriefenschriften sind zu unterlassen. Die
Zahl 4 muss oben geöffnet sein. Schriftgrößten unter 10 mm
sind zu unterlassen.
Taktile Tastbarkeit
Die Wahrnehmung erfolgt mit Fingern, Händen, Langstock
und Füßen. Dabei ist bis Zeichengröße 25 mm die Prismen-
form anzuwenden. Bei Schriften bis 13 mm ist auf Prismen-
kopf ein nur leichter Radius zum schnellen erfassen der Texte.
Erkennbarkeit (Kontrast)
Seheingeschränkte benötigen ausreichend Kontrast der
Schrift oder Symbole zum Hintergrund. Eine entsprechende
Grundlage bildet da der leuchtdichte Kontrast. Nach DIN
32975 sollte ein Kontrast von 0,7 eingehalten werden. Hoch-
glänzende Oberflächen oder Spiegelungen sollten vermieden
werden.
Glasflächen Kennzeichnung
Glastüren, Glaswände und großflächige Glasverbauten an
Gehwegen und Fluchtwegen im Gebäudeinneren müssen bei
wechselnden Lichtverhältnissen und Hintergründen deutlich
erkennbar sein. Kontrastwert K ≥ 0,7.
Nach ÖNORM B1600
Nach DIN 18040-1
Handlaufbeschriftung
Taktile Tastbarkeit
Glasmarkierungen im Wechselkontrast
Taktiles Fluchtwegschild
Taktiles Handlaufschild
Taktile Noppen und Leitlinien
Taktiles Bodenleitsystem
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HANDLAUFSCHILDER
HANDLAUFSCHILDER
Aluminiumschild 0,5 mm Stärke, mit Brailleschrift
und Prismenschrift gedruckt
• kostengünstig
• für Innen- und Außenanwendung
• hohe Beständigkeit
• einfache Montage und Reinigung
• Schildfarbe weiß
• Biegeradius > als 40 mm
Edelstahlschild 0,6 mm Stärke, mit Braille und
Prismenschrift gedruckt
• kostengünstig
• für Innen- und Außenanwendung
• hohe Beständigkeit
• einfache Montage und Reinigung
• Schriftfarbe schwarz
• Biegeradius > als 40 mm
3D Edelstahlschild 1,3 mm Stärke
• robust
• witterungsbeständig
• für alle Handlaufdurchmesser
Aluminiumschild gefräst, eloxiert in silber oder
schwarz mit Schrift in silber
• aus einem Stück gefräst
• für Innen- und Außenanwendung
• perfekte halbkugelige Braillepunkte
Folie mit schwarzem oder weißem UV-Druck
• kostengünstig
• für Innenanwendung
• selbstklebend
HANDLAUFKENNZEICHNUNG
Bei Gebäuden mit mehr als 2 Stockwerken sind Handlauf-
schilder unmittelbar neben dem Handlaufknick, vorzugs-
weise auf dem geraden horizontalen Stück, oder an der
Schräge des Handlaufs über der ersten oder vor der letzten
Stufe, anzubringen. Um sie auch für hochgradig Sehein-
geschränkte sichtbar zu machen, sollten sie zweifärbig mit
hohem Kontrast gestaltet werden. Sie werden mit Braille-
schrift und taktilen Buchstaben in Prismenform beschriftet.
Dabei befindet sich die Prismenschrift auf 12 Uhr und die
Brailleschrift rückseitig zur Wand mit einem Abstand von
mindestens 5 cm. Die Informationen am Handlaufschild
sind Stockwerksangaben, Fluchtwege, Richtungsangaben
und Zielpunkte.
HANDLAUFKENNZEICHNUNG
Handlaufbeschriftungen auf
schrägen Handläufen
Die einzelnen Montagepositionen sind von den örtlichen
Gegebenheiten abhängig und sind mit dem jeweiligen
Blinden- und Sehbehindertenverband abzustimmen.
Bodenmarkierung
Bodenmarkierung
Handlaufbeschriftungen auf
horizontalen Handläufen
300 mm
mind. 37 mm
Brailleschrift
Pyramidenschrift
Brailleschrift
Pyramidenschrift
13 Uhr Ö-Norm
12 Uhr DIN-Norm
Folie transparent
Aluminiumschild gefräst nach DIN-Norm gerundet
Aluminiumschild schwarz matt flach
Edelstahlschild flach
3D Edelstahlschild flach
Folie schwarz
Aluminiumschild gefräst nach Ö-Norm gerundet
Aluminiumschild grün gerundet
Edelstahlschild gerundet
3D Edelstahlschild gerundet
Handlauf beschilderung in mehreren Stockwerken
NACH DIN 329865
NACH Ö-NORM
V 2105
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MONTAGE HANDLAUFFOLIE, -SCHILDER
MONTAGE
Handlauffolien/Aufkleber
MONTAGE
Handlaufschilder aus Aluminium oder Edelstahl mit UV
Druck, 3D Handlaufschilder aus Edelstahl, sowie gefräste
Handlaufschilder
1. Den Aufkleber mit einem Cutter
vorsichtig an einer Stelle anheben
und flach vom Trägerpapier abzie-
hen. Keinesfalls Folie aufwölben.
Es kann zum Zerbrechen einzel-
ner Buchstaben oder Symbole
führen.
1. Klebstoff mittig am Schild-
rücken aufbringen. Achten Sie
auf die Dosierung der Klebstoff-
menge.
2. Sollten Sie transparente Auf-
kleber verwenden, am besten den
Aufkleber vom Trägerpapier mit
einer feinen Messerspitze abhe-
ben. Berührt man mit den Fingern
die Klebeflächen, kommt es oft zu
unschönen „Fingerabdrücken“.
2. Handlaufschild am Handlauf
ausrichten und Schild am Hand-
lauf andrücken.
3. Aufkleber platzieren und fest
am Untergrund andrücken, am
besten mittels Finger oder Filzra-
ckel z.B. von links nach rechts, um
Lufteinschlüsse zu vermeiden. Die
Folienränder fest mit dem Finger
andrücken.
3. Zur Aushärtung des Klebstoffes
Stretchband für 2 Stunden am
Handlauf belassen.
4. Die Braille- u. Taktilen Texte
sind zusätzlich mit einer Lack-
schicht überzogen, um sie griff-
und tastfest zu machen. Jedoch
bietet dieser keinen Schutz gegen
mechanische Beschädigungen
oder Umwelteinflüsse.
AUFZUGSSCHILDER, TREPPENKENNZEICHNUNG
AUFZUGSSCHILDER
aus Aluminium oder Edelstahl
TREPPENMARKIERUNGEN
aus Aluminium oder robusten rutschfesten Folien
• Edelstahlschilder mit ca 0,6 mm
Stärke und geprägter Brailleschrift.
• Edelstahlschilder mit Braille und
Prismenschrift bedruckt und mit
Lack versiegelt.
• Kontrastreiche Aluminium-
schilder, Ecken gerundet.
Braille- und Taktile Prismenschrift
in der Farbe Weiß gedruckt.
Achten Sie vor dem Verkleben auf einen sauberen und fettfreien Un-
tergrund. Die Fläche sollte glatt sein, um eine möglichst gute Haftung
zu gewährleisten. Bei der Verklebung sollte die Umgebungstempera-
tur nicht unter +10° C betragen. Hier kann ein Heißluftföhn sehr gute
Dienste leisten, um den Untergrund etwas aufzuwärmen.
Bei Montage mit Flüssigkleber achten Sie auf die Übereinstimmung
des Biegeradius von Handlaufschild und Handlauf.
4. Reinigung der Handlaufschilder
mit einer weichen Bürste (Zahn-
bürste), Spülwasser und Desinfek-
tionsmittel. Verwenden Sie keine
Reiniger mit Lösemitel!
Treppen und Treppenstufen
Diese müssen für Seheinge-
schränkte Menschen leicht erkenn-
bar sein. Mittels durchgehender
Trittstufenstreifen in der Breite von
5 cm wird dies gewähleistet. Sollte
die Stiege mehr als 3 Treppen-
stufen aufweisen, sind jeweils
nur die Erste und letzte Stufe zu
markieren. Ein und Ausstiege von
Treppen sollten ein taktil erfass-
bares Aufmerksamkeitsfeld von
mindestens 60 cm Tiefe erhalten
(siehe Seite 25).
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Damit sich Blinde und Seheingeschränkte einen Überblick von einem Areal oder Objekt
verschaffen können, benötigen sie an einer zentral gelegenen Stelle einen Übersichts-
plan. Diese Pläne befinden sich vorzugsweise in Eingangsbereichen oder Empfangs-
hallen. Der Übersichtsplan sollte nicht nur den Gebäudegrundriss mit erhabenen
Umrisskanten enthalten sondern auch die wichtigsten Informationen wie Auskunft, WC,
Infostelle, Aufzug, Stiegen, Fluchtmöglichkeiten. Alle Informationen müssen Taktil er-
fassbar und kontrastreich gestaltet sein.
Um diese Informationen mit den Händen lesen zu können, sollten sie auf einer gesonder-
ten Tafel bei ausreichendem Platzangebot nach Möglichkeit in Pultform, vorzugsweise
25° höchstens bis zu 45° geneigt, angeordnet werden. Die Abmessungen sollten 1300
mm Breite und 650 mm Tiefe nicht überschreiten. Bei Pultanbringung sollte die Vorder-
kante in einer Höhe von 850 mm ±50 mm liegen. Orientierungstafeln, taktile Pläne und
Modelle sind so anzubringen oder aufzustellen, dass für Blinde und seheingeschränkte
Menschen ein korrekter Ortsbezug zum Gebäude deutlich zu erkennen ist. Die Ausrich-
tung des Planes sollte der Richtung des Nutzers am Standort entsprechen.
ÜBERSICHTSPLÄNE
Orientierung für Blinde und Seheingeschränkte
ÜBERSICHTSPLÄNE
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°andort eg
hûptëngang
hûptëngang
treppe
ûfzüge
lëtsystem
seminarräume
veranstaltungssaal
cafe
wc barrïrefrë
wc barrïrefrë
flu¢tweg
flu¢tweg
universitätsbibliothek
universitätsblibliothek
veran°altungssaal
wc DAMEN
seminarrûm
seminarrûm
seminarrûm
seminarrûm
cafe
flHERREN
ÜBERSICHTSPLÄNE
ÜBERSICHTSPLÄNE
Erforderlich sind folgende Informationen
• (Zentraler) Ansprechpunkt
• Lage der Treppenhäuser und Aufzüge
• allgemein zugängliche Toiletten
• Ein- und Ausgänge
• Notausgänge
• Taktile Schriften mind. 10 mm
• Tastbare Flächenstrukturen
• Tastbare Symbole (Treppen, Pfeile usw.)
• Tastbare Piktogramme
• Tastbare Wände mind. 1,5 mm Balkenstärke
• Legende mit 1:1 Symbolen wie im Plan
• Massstabstabelle
Vorteile des UV Druckes
• preiswerter als jedes andere Herstellungs-
verfahren
• sehr großes Farbspektrum
• Druck auf Verbundplatten, Corian,
Acryl und lackierten Tafeln möglich.
ÜBERSICHTSPLÄNE
Piktogramme müssen sich klar
voneinander unterscheiden.
Orientierungsstrukturen
Tastbare Piktogramme für
Orientierungspläne bis 13 mm
Tastbare Piktogramme
13 bis 25 mm Höhe
Damen
Herren
Rollstuhl
Fluchtweg
Lift
Stiege
Richtung
Leitlinie
Eingang
Ausgang
Info
Standort
Richtungsangaben
Orientierung
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Damit sich blinde und seheingeschränkte Personen in öffentlichen
Objekten orientieren können, sind Bodenindikatoren anzubringen.
Bodenindikatoren leiten Blinde mittels Leitstreifen und Noppelfeldern
sicher durch öffentliche Bereiche. Die gute Erkennbarkeit durch Kon-
trastfarben abgrenzend zum Bodenbelag und die Taktile ausgeprägte
Formgebung zum schnellen Ertasten mittels Blindenstock geben dem
Blinden Richtungsinformationen und weisen ihn auf Gefahren und
Hindernisse wie Treppenstufen, Rampen, Abzweigungen und Informa-
tionsflächen hin.
Aufmerksamkeitsfelder sind durch Bodenindikatoren definierte Flä-
chen mit Noppenstruktur. Die Noppenreihen sind bevorzugt diagonal
anzuordnen, d. h. unter 45° zur Außenkante. Bei Auffindestreifen
zu Querungsstellen sollte eine Anordnung der Noppen orthogonal
erfolgen.
• Niveauwechsel im Gehweg (Rampen mit mehr als 6% Längsneigung)
• Anfang und Ende von Leitstreifen, wenn keine Auffangstreifen an
geschlossen sind
• Verzweigungen von Leitstreifen
• Informationselemente für Blinde und Seheingeschränkte.
Die Aufmerksamkeitsfelder erstrecken sich über die Breite der Treppe
oder Rampe. Sie müssen unmittelbar an die Stufe anschließen. Sie
müssen 60 cm, vorzugsweise 90 cm, tief sein. Bei Treppen kann vor
der untersten Stufe ebenfalls ein Aufmerksamkeitsfeld vorgesehen
werden. Das Aufmerksamkeitsfeld ist direkt an die unterste Setzstufe
heranzuziehen. Führt ein Leitstreifen auf die Treppe zu, ist immer ein
Aufmersamkeitsfeld vorzusehen.
BODENINDIKATOREN
in öffentlichen Bereichen
TAKTILE BODENINDIKATOREN
Bodenindikatoren nach ÖNORM V2102-1
Bodenindikatoren nach DIN 32984
Ausführung nach Ö-Norm
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23
TAKTILE LEITSTREIFEN
AUFMERKSAMKEITSFELD
ABZWEIGEFELD
TAKTILES
TÜRSCHILD
TAKTILES
HANDLAUFSCHILD
STUFEN/TREPPEN
MARKIERUNGEN
.....
...................
.....
...
........
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TAKTILES
FASSADENSCHILD
TAKTILES
LIFTSCHILD
INFOSCHILD
WEGWEISER
....
...
....
INFOSTELE
....
ANLAUFSCHUTZFOLIE
.........
TAKTILER LAGEPLAN
..........................
..........................
..........................
.................
Leitstreifen aus Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl werden
in Laufrichtung in 3 bis 5 Linien (Österreich bis zu 7 Linien)
meist in Klebetechnik im Innenbreich aufgebracht.
Noppen werden als Aufmerksamkeitsfelder bei Abzweigungen
oder bei Informationsflächen verwendet. Bei Treppenstufen
werden sie als Hinweise auf Gefahr eingesetzt. Die Oberflä-
chen sind rutschhemmend ausgeführt.
Form und Ausführung solcher Bodenindikatoren sind in der
DIN 32984 und ÖNORM V2102-1 festgelegt. Sie müssen
untereinander und von angrenzenden Bodenbelägen eindeutig
taktil und visuell erkennbar sein.
BODENINDIKATOREN
Arten und Ausführung
Leitstreifen / Noppen aus Polyurethan
Erhältlich in den Standardfarben
Hellgrau RAL 7004, Schwarz 9004, Gelb 1003
Weitere Farben auf Anfrage
mit Selbstklebebänder 5925 für Stahl/Beton
mit Selbstklebebänder 941 für Polyurethan/ PVC
Leitstreifen / Noppen aus Edelstahl und Aluminium
Edelstahl in Riffelstrukturen für den Ausseneinsatz
Edelstahl mit PVC Noppen in Farben: Grau, Schwarz, Gelb
Edelstahl mit abrasiven Klebeband: Grau, Schwarz, Gelb
Montage mit Selbstklebebänder
Bei der Klebetechnik ist das Klebeband mit dem Untergrund ab-
zustimmen. Man benötigt einen ausreichend guten Haftgrund.
Eine Testverklebung ist zu empfehlen. Breite Streifen und größere
Noppen besitzen eine größere Klebefläche und sind bei intensiver
Benützung zu bevorzugen.
Bohrmontage mittels Stiftansätze für Außenmontagen
Bei Außenanwendungen, Unebenheiten oder rauhen Oberflächen
ist eine Montage durch Bohrung und verkleben mit rückseitigen
Stiften an den Leitlinien und Noppen zu empfehlen.
MONTAGE der Bodenindikatoren
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